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14. Dezember
Um Mitternacht schlich sich Hendrik dann wieder in den Stall zu einer kurzen Besprechung. Er erzählte seinen Freunden, was er heute von seiner Mutter erfahren hatte und auch seine Kinderbibel hatte er mitgebracht.
„Schaut her, so hat es damals im Stall wohl ausgesehen. Hier ist eine Zeichnung!“, sagte er und zeigte das Bild einer Krippenszene herum.
„Oh, guck mal, da sind wir!“, rief Erna Maus.
„Tatsächlich!“ Jessy betrachtete begeistert das schöne Bild. „Und hier bin ich!“, sagte er stolz.
Berta hielt sich zurück und auch Schorsch sagte keinen Ton. Jupp maulte beleidigt: „Da ist so ein blöder Hund drauf. Ich mag keine Hunde!“
Lisbeth, Agnes und Trudi hatten sich auch entdeckt. Aber was waren das für Tiere, die da noch zu sehen waren?
„Das sind ja seltsame Gestalten! Habe ich noch nie gesehen!“ Jessy deutete auf eine Reihe von riesigen Vögeln mit langen Hälsen.
„Oh weia, wenn die mal Halsschmerzen haben, das tut weh!“
„Das sind Bratenvögel!“, erklärte Jupp. „Beim Festessen liegen sie immer nackt auf dem Teller und alle Menschen rufen: „Oh, wie lecker! Manchmal bekomme ich ein Stückchen ab. Ich kann euch sagen, die schmecken vorzüglich!“
„In unserer Krippe brauchen wir die nicht!“, beschloss Schorsch, der wusste, dass es sich dabei um Gänse handelte. Er hatte ja Geschichten gehört, die Hendrik ihm damals vorgelesen hatte. Einmal war es um den kleinen Nils Holgersson gegangen, der, als Wichtelmann verzaubert auf dem Rücken einer Gans nach Lappland gereist war.
„Aber Bratenvögel sind das auch nicht, es sind Gänse!“, fügte er noch hinzu.
„Jaha, Gänsebratenvögel! Du hast recht!“ Jupp, der immer das letzte Wort haben wollte, lachte. „Hendrik, du bist ja so still heute, was ist los?“, wollte er dann von dem Jungen wissen.
„So kommen wir nicht weiter!“, antwortete Hendrik nachdenklich. „Ich habe überhaupt noch keine Vorstellung davon, wie unser Krippenspiel aussehen könnte.“
„Er hat recht!“, meinte Berta. „Mach du doch einen Vorschlag, Junge!“

Man weiß noch nicht so richtig, wohin der Weg führen wird. Aber sicher fällt Hendrik noch ein, wie man das Krippenspiel gestalten könnte. Morgen geht es weiter …