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Eine runde Sache

Weihnachtswichtel

„Opa, machen wir ein Spiel?“, fragte Lina ihren Opa Andy, als die beiden auf dem Weg zum Tierpark waren. „Dann ist der Weg nicht so langweilig!“, fügte sie hinzu.
„Also gut, was für ein Spiel machen wir?“, wollte Opa wissen.
„Es heißt: Frage und Antwort. Pass auf, es geht so: Ich sage ein Wort und du erzählst mir deinen ersten Gedanken dazu. Danach sagst du ein Wort und ich sage was dazu. Okay?“
„Gut, fang an!“ Opa schaute auf seine Armbanduhr. „Der Bus muss gleich kommen, wir nehmen die „Fünf“ und fahren ein Stück, den Rest laufen wir dann!“
Das gefiel Lina. Doch zuerst wollte sie spielen. „Hier ist mein erstes Wort, Opa. Es heißt Weihnachten!“
Opa dachte kurz nach, aber wirklich nur ganz kurz, dann sagte er: „Weihnachtsbaum und Sauerbraten!“
Lina kicherte. „Du denkst immer ans Essen, Opa! Jetzt dein Wort!“
„Adventskranz“, sagte Opa und schaute Lina erwartungsvoll an.
„Rund mit vier Kerzen!“, antwortete Lina. „Warum ist ein Adventskranz eigentlich rund?“, wollte sie dann wissen. Opa hatte mit der Frage gerechnet, wie es schien.
„Das Runde ist das Zeichen für Unendlichkeit, es gibt keinen Anfang und kein Ende“, erklärte er.
„Verstehe ich nicht, was hat das mit Weihnachten zu tun?“ Mit großen Augen sah Lina ihren Großvater an.
„Die Liebe Gottes zu den Menschen ist unendlich, das war so und es wird immer so bleiben, das ist Unendlichkeit!“ Lina überlegte einen Augenblick, dann strahlte sie.
„Wie bei meinem Schwimmring!“, posaunte sie hinaus. „Der hat auch keinen Anfang und kein Ende und er trägt mich sicher durch das Wasser!“
Nun strahlte auch Opa Andy. So ein kluges Kind war seine Lina.
„Stimmt genau und so wie dich der Schwimmring trägt, trägt uns auch Gottes Liebe!“
„Immer!“, sagte Lina und schob ihre Hand in die ihres Großvaters.
„Immer!“, sagte Opa und drückte die kleine Hand liebevoll.

Regina Meier zu Verl