Hier stellen sich die Wintermonate vor

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Der Dezember, bald ist er da
Vom festlichen Monat Dezember
Als die Dezemberfee ein Lächeln zauberte
Dezemberzauber – Dezembergedicht

Ihm folgt der Januar mit Eis und Schnee
Vom strahlenden Monat Januar
Als die Januarfee das Glück suchte

Der Februar wartet mit einem bunten Lächeln auf seine Zeit
Vom fröhlichen Monat Februar
Als die Februarfee ihr buntes Winterlied sang

Lust auf Träumen? Der Winter lädt zu Fantasiereisen ein
Winterfantasie
Winterspaziergang
Die Stille im Schneeland
Der Tanz des kleinen Wintersonnenstrahls

Fantasiereisen zur WEIHNACHTSZEIT findest du hier:
Viele bunte Weihnachtspäckchen
Das Kerzenlicht im Fenster
Auf der Geheimniskrämerwiese
Die Reise ins Weihnachtsland
Kling, Glöckchen
Komm mit auf meine Sternendecke


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Die Gans in der Krippe

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Die Gans in der Krippe

„Gänse haben in Krippen nichts zu suchen!“, meinte Opa Josef. Er sagte das so bestimmt, dass niemand wagte, ihm zu widersprechen. Außer Mama, die war mutig!
Jochen und Nele kicherten und zogen sich etwas zurück von den beiden Streithähnen. Mama aber stemmte beide Arme in die Seiten und funkelte ihren Schwiegervater wütend an.
„Wieso nicht? Jesus kam in einem Stall zur Welt und da sind nun mal Tiere!“
„Ja Ochs und Esel!“ grollte der Opa.
„Und Schafe,“ fügte Jochen hilfreich hinzu. Mama drehte sich um und warf ihrem Sohn einen wütenden Blick zu.
„Schafe haben erst die Hirten mitgebracht!“
Mama nahm die kleine hölzerne Gans und stellte sie direkt neben die Krippe, in der das Jesuskind liegen sollte. Natürlich erst am Heiligabend, wie es sich gehört!
„Da bleibt sie!“, ordnete sie an.
„Das werden wir ja sehen!“, schimpfte Opa, der sich insgeheim aber amüsierte.
Er genoss es sich mit seiner Schwiegertochter zu kabbeln, dabei fühlte er sich so herrlich lebendig. Also warf er ihr einen grimmigen Blick zu und verließ das Zimmer.
„Pah!“ schnaubte Mama und verließ ebenfalls das Zimmer. Jochen und Nele sahen sich an und prusteten los, dann traten sie an die Krippe und betrachteten die Gans.
„Du kannst ja gar nicht dafür, dass sie streiten, kleine Gans!“, sagte Jochen und nahm die Gans aus der Krippenlandschaft. Jeden Tag zog dort ein neues Tier ein, bis es am Heiligabend endlich so weit war, dass auch das Jesuskind in die Krippe gelegt wurde. Opa erzählte immer die Geschichte dazu, die in jedem Jahr ein wenig anders ausfiel. In diesem Jahr würde wohl die Gans mitspielen, danach sah es jedenfalls aus.
„Wer, meinst du, wird gewinnen?“, fragte der Junge seine Schwester. Diese zuckte mit den Schultern.: „Keine Ahnung, Dickschädel sind sie beide.“
„Sollen wir eine Wette abschließen? Das wäre doch spannend!“, meinte Nele und rieb sich voller Vorfreude die Hände.
„Ich stimme für Opa!“ Sie lachte, als sie Jochens Gesicht sah, der ärgerte sich offensichtlich.
„Das wollte ich doch schon!“, jammerte er.
„Pech, ich hab’s zuerst gesagt und du musst nun Mama nehmen. Hast du denn kein Vertrauen zu Mama?“ lachte Nele. „Doch, aber nicht, wenn es um Opa geht“, murmelte Jochen verdrossen.
„Weißt du, Nele, wir wollen nicht wetten, wir warten einfach ab wie sich alles entwickelt.“
Jochen sah seine Schwester fragend an. Diese dachte einen Moment nach, dann hob sie die Hand und sie klatschten ab.
Jochen stellte die Gans zurück zur Krippe und dann wandten sich die Geschwister anderen Dingen zu. Sie wollten noch an ihren Geschenken basteln und zogen sich auf ihre Zimmer zurück.
Als im Wohnzimmer Ruhe eingekehrt war und auch niemand mehr zu sehen war, erklang ein feines Stimmchen.
„Diese Streiterei immer, die macht mich ganz kribbelig!“, das war Stimme vom Jesuskind, das in der Schachtel neben der Krippe lag.
„Ach Jesus, du kennst doch die Menschen schon so viele Jahre. Sie meinen es nicht böse und natürlich wird die Gans dabei sein, dafür werde ich schon sorgen, glaub mir!“, sagte der kleine Floh, der im Krippenheu wohnte.
„Wie willst du das denn anstellen?“ brummte der Ochse, der als erster in den Stall gestellt worden war.
„Er wird die beiden Streithähne so fest plagen, dass sie keine Zeit mehr zum Streiten haben,“ lachte der Esel.
Die Gans aber schnatterte: „Ja, lieber Flo macht das bitte, ich möchte doch so gerne hierbleiben.“
„Nein, nein!“, sagte das Jesuskind. „Ich habe eine bessere Idee, die keinem wehtun wird! Dafür müsste mich aber mal jemand von euch aus dieser Schachtel rausholen und mir dann in die Krippe helfen!“
Kaum hatte es das ausgesprochen, da wurde der Deckel von der Schachtel abgehoben und Ochs und Esel schauten hinein.
„Eselchen, lass mal deine Ohren hängen und beug dich zu mir runter, bitte!“, bat das Jesuskind. Der Esel tat das sogleich, liebte er doch das Kind so sehr.
Das Jesuskind streckte seine Arme aus und hielt sich an den zotteligen Ohren des Esels fest. Der trug es dann zur Krippe, in die er es sanft hineinplumpsen ließ.
„Und jetzt bitte die Gans zu mir in die Krippe!“, sagte das Kind.
Als diese Bitte ebenfalls erfüllt war, legte das Kind die Arme um den Hals der Gans und genau so fanden Opa und Mama die Krippe vor, als sie am Morgen ein Schäfchen dazustellen wollten.
Dass die Gans bleiben durfte, ist ja klar, wo sich doch das Christkind persönlich darum gekümmert hatte, nicht wahr?

© Regina Meier zu Verl